Montag, 22. August 2016

Saisonprognose andi (2/3)



Das Tabellenmittelfeld besticht seit jeher durch seine Janusköpfigkeit. Was Aufsteigern und sonstigen finanziell klammen Emporkömmlingen wie ein gelobtes Fussball-Auenland erscheint, kommt in der Wahrnehmung ambitionierter (Gerne-)Großmächte einer sibirischen Strafkolonie gleich. Dabei ist es in Wahrheit nur eines: langweilig. 
Also schnell durch mit.



 7. 1. FC Köln
 8. Vfl Wolfsburg
 9. Hamburger SV
10. Mainz 05
11. RB Leipzig 
12. Bremen




Für Bremen ist Platz 12 wahrhaftig gelobtes Land. GeneralSkripnik wird ausziehen, das Fan-Meer teilen, und den mittelmäßigen Kader stoisch in den sicheren Erstliga-Hafen manövrieren. 

In Lääipzsch träumt man natürlich von einer Hinrunde à la Hoffenheim. Wird es aber trotz Ralf Rangnick nicht geben. Der Gegenwind, den man bei Auswärtsspielen zu spüren bekommt, kennt man zwar schon aus Liga Zwei, dürfte aber im Oberhaus noch einen Tick schärfer wehen. Umso wichtiger werden daher die Heimspiele, die es vor dem dürstenden Publikum zu gewinnen gilt.

Mainz, der inoffizielle Rekordmeister im Qualifikationsausscheiden gegen osteuropäische No-Names, hat, gemessen an seinen eigenen Standards, versagt und muss jetzt doch in der Euro-League ran. Das kann der biederste Kader der Liga nicht schultern und wird daher zumindest in der ersten Saisonhälfte seine Probleme bekommen. Allerdings in keinem wirklich gefährlichen Ausmaß, so dass es am Ende für einen nichtssagenden zehnten Platz reicht.

Dukaten-Didi ist back und spended das money als wär es nuffin‘! 14 Mio. für einen Absteiger, 5 Mio. für eines jener Barca-Talente, die vor 5 Jahren als „der nächste Messi“ gepriesen wurden, und 3,5 Mio. für einen Zweitligastürmer, dessen Name selbst der amerikanischen Porno-Industrie zu klischeehaft wäre. Dafür wurden gestandene Querulanten wie Drobny, Rudnevs und Olic kostengünstig entsorgt. Wird am Ende dennoch ein versöhnlicher einstelliger Tabellenplatz.   
   
Kurze Zeit schien es wirklich mal so, als könnte Wolfsburg sich als zweite Kraft hinter Bayern etablieren. Heute schmunzelt der gemeine Fußballfan bei einem solchen Gedanken, während Julian Draxler mit zitternder Unterlippe die Faust in der Tasche ballt.

Der gar nicht mal mehr so heimliche Gewinner der letzten Jahre nennt sich 1. FC Köln. Überaus beständig hat der schrullige Jörg Schmadtke günstig ge- und clever verkauft und so einen ausgewogenen Kader zusammengestellt, der mit ein klein wenig Glück vielleicht sogar an den Europacup-Plätzen schnuppern kann. Helau!





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